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20. Kongress Städtebaulicher Denkmalschutz | 30.-31. August 2012 | Göttingen

 

Unter dem Titel "Kern gesund? Historische Stadtquartiere zwischen Bedeutungsgewinn und Schrumpfung" widmete sich der 20. Kongress Städtebaulicher Denkmalschutz 2012 in Göttingen den vielfältigen Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf historische Stadtquartiere, die ihre Zukunft im Spannungsfeld zwischen Wachstum und Dynamik auf der einen und Stagnation und Schrumpfung auf der anderen Seite gestalten müssen.

Mit sinkenden Bevölkerungszahlen gehen oft steigende Leerstände in der historisch wertvollen Bausubstanz und fehlende Revitalisierungsperspektiven einher. Diese Entwicklung stellt den Lebensraum Altstadt und seine Funktionsfähigkeit für Wohnen, Handel, Dienstleistungen und Kultur vor neue Herausforderungen. Hinzu kommen steigende bauliche Anforderungen an eine barrierearme Altstadt, sowohl im Bereich des Wohnens, als auch im öffentlichen Raum. Die Altstädte müssen auf eine dauerhafte Alltagstauglichkeit für Bedürfnisse und Anforderungen unterschiedlicher Zielgruppen ausgereichtet werden und dabei gleichzeitig die Qualität halten, die den besonderen baukulturellen Ansprüchen des Städtebaulichen Denkmalschutzes gerecht wird. Zudem spielen Fragen der ethnischen und kulturellen Zusammensetzung sowie die Wohndauer der Bevölkerung eine immer stärkere Rolle. Migranten, Touristen und Lebensabschnittsbevölkerung haben möglicherweise einen anderen Bezug zum städtebaulichen Erbe vor Ort als eine alteingesessene Bevölkerung und geben damit Anlass zu einer Neubewertung von Aneignung und Trägerschaft von Denkmalen.

Insbesondere für die historischen Stadtkerne, wo den Auswirkungen des demografischen Wandels mit erhöhter Sensibilität begegnet werden muss, ist es wichtig von guten Umsetzungsbeispielen zu lernen. In fünf grundlegenden Themenvorträgen und drei vertiefenden Arbeitsgruppen unter der Moderation von Vertretern der Expertengruppe Städtebaulicher Denkmalschutz informierten und diskutierten Referenten und Impulsgeber u.a. aus Wissenschaft und Forschung und kommunaler Planungspraxis über den Umgang mit den aktuellen Herausforderungen des demografischen Wandels auf historische Stadtquartiere.

Es begrüßten Aygül Özkan, Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration des Landes Niedersachsen und Wilhelm Gerhardy, Bürgermeister der gastgebenden Stadt Göttingen. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung verwies in seiner Grundsatzrede auf die hohe Relevanz des Themas für die historischen Stadtquartiere.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse steht Ihnen zur Ansicht und zum Download bereit.

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